Sonntag, 17. März 2013

Salvador nach Ilheus: Marau


Wir fuhren Marau an, wo wir ankern wollten, waren dabei die Segel ein zu holen, als am gegenüberliegenden Ufer jemand winkte. Dort lag bereits ein Segelboot, also hin dort. Der Eigentümer des angrenzenden Landes lud uns ein, dort zu ankern und ihn und seine Frau auf ihrem Grundstück zu besuchen.

Jens und Branca, selbst Segler haben sich dort eine sehr schöne Idylle geschaffen, mit einem liebevoll gestalteten, weitläufigen Garten mit sehr vielen Blumen. Hier fühlten sich nicht nur die Kolibris wohl, die neben uns von einer Hybiskusblüte zur anderen flogen. Faszinierend auch, die vielen Glühwürmchen, die sich beim dunkel werden zu uns unter den großen alten Mangobaum gesellten. Wann hatte ich die das letzte mal gesehen?

Das Angebot unserer Gastgeber, in den nächsten Tagen durch ihren Urwald zu wandern, nahmen Ludger und ich sehr gerne an. In Begleitung von 8 Hunden und einem ortskundigen Begleiter, ging es kreuz und quer durch den Busch. Im dicksten Gebüsch blühte es ringsherum. Wir hatten lange keine Singvögel mehr gehört, hier in Brasilien und besonders bei Branca und Jens im Wald war ihr Gesang wieder zu hören. Also stehen bleiben, horchen und gucken, auch wenn die Männer schon außer Sichtweite waren.

Branca und Jens fragten zum Abschied, was sie und Gutes tun können. Das hatten sie bereits. Wir bekommen noch Avocados, Limonen und einen Büschel Lemongras geschenkt, inklusive Rezeptur von Lemongrastee und dem Hinweis, daß Jens nach dessen Genuß richtig gut schlafen kann. Also genau das Richtige für mich, freue ich mich. Der Tee schmeckt richtig gut und der Geruch erinnert bei der brasilianischen Wärme an Sauna mit Lemongrasaufguß – nur an Schlaf war in dieser Nacht nicht zu denken.

Bei Wikipedia nachgeschaut, hat Lemongras viele verschiedene positive Wirkungen u.a. auch belebend und erfrischend. Also trinken wir ihn jetzt mit großem Genuß am Tag und nicht mehr zur Nacht.

leuchtende Moose und braune Blätter, es ist Herbst in Brasilien

was riesige Pflanzen mitten im Wald
treue Seele, blieb bei mir, als alle anderen schon nicht mehr zu sehen waren

wieder aufgeschlossen
und weiter gehts durch den Busch

ist der nicht schön?
und der ist nicht nur schön, der kann auch schön singen

überall leuchten die Blüten durchs Gestrüpp
schön exotisch

nicht nur die Hunde brauchten nach dieser Tour eine Pause

eins der vielen schönen Plätze auf dem großen Grundstück

weitläufiger Garten





Salvador nach Ilheus: Ilha do Campinho oder Abwechslung vom Leben an Bord

Auch auf unserem Cat kann es aus den verschiedensten Gründen manchmal ganz schön eng werden.

Merkwürdigerweise nicht, wenn wir (auch tagelang) über die Meere segeln.

Mit Land in Sicht können die Interessen, Bedürfnisse und Befindlichkeiten dann doch sehr unterschiedlich sein.

In unserem Dingi und Tretkajak haben wir zwei Fortbewegungsmittel, die uns unabhängig voneinander oder auch immer wieder gern gemeinsam, schnell an Land bringen um die Umgebung erkunden, entdecken und erleben zu können.

Wir lagen vor der Insel do Campinho die zur Baia Camamu gehört und es zieht mich zur Ilha de Pedra Furada, von der ich gelesen hatte. Ludger läßt das Kajak ins Wasser und ich strample los, erst zur Ilha Grande de Camamu um dann Richtung Norden an mein Ziel zu kommen und der starken Strömung auszuweichen.

Die Insel Pedra Furada ist die kleinste Insel der Umgebung mit vorgelagerter noch kleinerer Sandinsel, beide durch eine Sandbarre verbunden.

Auf der Insel wird meine Entdeckungstour von laut kläffenden Hunden gestoppt. Na gut, dann erkunde ich halt nur die hundefreie Inselecke und die war sehr schön. Zurück zum Kajak kame mir ca 10 Personen entgegen. Einer der Männer fragte ob ich die Insel besichtigen möchte. Auf meinen Hinweis, daß dort Hunde sind öffnete er eine Tüte, Hundefutter. Er war der Eigentümer dieser Insel, der von jedem Besucher erst einmal 5 R$ kassierte, ca 2 €. Ich mußte passen, hatte kein Geld mitgenommen. Er lud mich ein, seine Insel an zu schauen, wollte wissen wo ich her kam und zeigte reges Interesse für das Tretkajak.

Er hat ein sehr schönes gepflegtes Anwesen. Beim Abschied bedankte ich mich für die Einladung und bot ihm an, mit den Kajak ne Runde zu fahren. Würde er , wenn ich wiederkomme sehr gern, aber jetzt muß er arbeiten meinte er grinsend. Von den Besuchern, die gerade wieder über die Sandbank kamen 5 R$ kassieren. Für den Umweltschutz.

die Insel ganz nah und das Wasser strömt immer mehr

Eingangstor, was steht dort auf dem Schild? Eintritt verboten jedenfalls nicht.
      
toller Blick durch den Torbogen aufs Meer

u
und von der Meerseite zur anderen

sehr gepflegtes Anwesen


beide Seiten des Meeres auf einen Blick

Privatanleger

es kommen laufend neue Gäste


um die kleine Sandinsel herum zurück zum Cat

Salvador nach Ilheus: Kurzer Aufenthalt an der Ilha de Tinhare und Cairu


Wir ankern vorder Festlandseite gegenüber Gamboa auf Tinhare.

Der kurze Ankerstopp läd zum Strandspaziergang ein oder einfach zum Verweilen im Schatten der Palmen. Diese Landzunge ist sehr ruhig und hat den Vorteil, daß das Meer an der Flußseite recht ruhig ist und es bis zum Atlantikstrand nur wenige Meter sind. Beide Seiten haben einen wunderschönen Strand, an denen man so richtig entspannen und sich wohl fühlen kann.

wunderschöner Schattenplatzt unter Palmen am Traumstrand







verlaufen? Sucht Schutz an den Wurzeln einer Palme



Strand an der Atlantikseite, lang, breit und menschenleer

idealer Platz zum Ankern

die fröhliche Kinderschar erzählten mir sooo viel und ich hab sooo wenig verstanden, 

Krabbe mitten im Ort, wo kommt die her und wo will die hin

eingefangen und in Sicherheit gebracht

Donnerstag, 14. März 2013

Herrliches Segeln bei nördlichen Winden.

Echt prima. Dienstag den ganzen Tag Wind 4-5 von achtern (mit Parasailor) und gestern geht es auch so weiter. Allerdings auch mal bis 27kn hoch (normale Besegelung). Die Welle exakt von hinten. Es ist schön dann auf die hohen (max. 2-3m) Wellen zu schauen, wie sie sanft das Boot anheben und drunter hinweg rollen. Ab und an kommen wir auch mal in einen leichten Surf von 10-12kn. Aber die meiste Zeit geht es so mit 7-9 kn vorran.
Zu sehen gibts nicht viel. Wegen der Fischer sind wir meist weit draußen. Die Anzahl der Vögel (bisher in BR selten) scheint zu zunehmen.
Nun, heute morgen (Donnerstag) fängt der Wind leider an einzuschlafen. Auch die Temperaturen sind runter gegangen. Wasser 23 Grad, Luft 27 Grad.

Dienstag, 12. März 2013

Auf Strecke Richtung Rio

Gestern abend sind wir von Ilheus los. Die Nacht über ging es zügig mit 8-9 Knoten vorran. Wobei 2 Knoten von dem nach Süden versetzendem Strom kommen. Wir sind über 20 Meilen rausgezogen, dadurch hatten wir auch keine Probleme mit den Fischern, die meist näher an Land sind.
Die Sonne ist nun oben. Christel kommt aus dem Bett und gleich gibts lecker Frückstück.

Montag, 11. März 2013

Raus aus BR

Wieder mal haben wir erfolglos versucht unser Visum für Brasilien verlängert zu bekommen. Nix zu machen.
So tricksen wir jetzt ein wenig (legal). Wir haben uns komplet in BR abgemeldet - Richtung Uruguay. Damit zählen die Visatage nicht mehr weiter. Wir haben noch etwa 25 Tage für BR. Wenn wir dann trotzdem wieder nach BR reinsegeln (z.B. Rio) müssen wir uns halt wieder anmelden und die Tage laufen weiter.
Heute gehen wir raus auf den Atlantik. Erstmal sind wir nicht per email (ausser für Eingeweihte) erreichbar.

Sonntag, 10. März 2013

Kalkeimer werden braun


Gastbeitrag Julia und Anika 2

Es ist immer noch heiß! Unglaublich heiß! Und angeblich hat hier schon der Herbst begonnen…wir fragen uns wie es dann hier im Hochsommer sein soll? Wenn wir uns umgucken ist es rund um uns herum grün! Wir sind mit dem Kat weiter ins Landesinnere auf Flüssen bzw. Meeresarmen gefahren…so weit, dass Internet und Handys nicht bzw. kaum noch funktionieren. Julia muss oft an den Film „ Die grüne Hölle“ denken, in dem sich ein Mädchen durch einen tiefen Dschungel schlagen musste.

Das Beste an diesem Abstecher ins Landesinnere waren Blanca und Jens, eine Peruanerin und ein Deutscher, die hier auf ihrer kleinen Hacienda ein paar Monate im Jahr (wohl wenn es in Europa kalt ist) wohnen und uns alle gastlich bewirten („Take another Campari“). Die beiden sind total nett und hilfsbereit und gaben uns auch Tipps wie wir zu einem schönen Wasserfall kommen konnten. Den zu finden war bei den ganzen Abzweigungen der Mangroven nicht ganz einfach, aber mit Hilfe von zwei hilfsbereiten Locals haben wir es dann doch geschafft und wir beide waren unterm Wasserfall baden.

Vor unserem Abstecher in die Grüne Hölle waren wir an einem schönen Sandstrand in einer Meeresbucht. Hier konnten wir mit Luftmatratzen auf brechenden Wellen Boogieboarden und später erkundeten wir mit Papa und Christel gemeinsam den kleinen Ort und gingen lecker Essen. Vor einem großen Teil der Bucht gab es schöne Riffe und bei Niedrigwasser ergab sich noch die Gelegenheit im glasklaren Wasser an den Riffkanten entlang zu schnorcheln und viele bunte Fische zu sehen. Eigentlich haben wir diesmal wirklich jeden Moment damit gerechnet … aber auch bei dieser Gelegenheit ließ sich kein Hai blicken.

Nach dem Dschungeltrip in der Nähe von Maraú fahren wir wieder in die Zivilisation nach Barra Grande, wir beide Boogieboarden wieder und danach machen wir mit Papa und Christel einen schönen Strandspaziergang, schlendern durch den Ort, essen leckere Brote mit Schinken und geschmolzenem Käse und trinken zum Abschluss einen Cocktail am Strand.

Grüße von Anika: Ich grüße ganz lieb meine tollen Kollegen auf der Arbeit (besonders Gina, Christian, Timo und Steffi, Reimar, Maritta, Beate, Heidi und Gudrun und meine Chefs Jan und Albrecht) und natürlich meine lieben Betriebsratskollegen! :-) Außerdem natürlich ganz besonders meinen Christian (den Waschbären), meine liebste Ulli, meine Mädels Sina und Birthe und natürlich Katha!!
Sollte ich jemanden vergessen haben, soll er sich an dieser Stelle natürlich auch herzlich gegrüßt fühlen.
 
Grüße von Julia: Ich grüße auch ganz lieb meine tollen Kollegen im kalten Kiel! Besonders Christine und Claudia, die selber ihre Weltreise plant =) Ich vermisse nicht das Berichtswesen, aber euch=) Und außerdem viele Grüße an Nils und an meine Freunde, die alle keine Karten bekommen werden, weil es in der Wildnis hier keine Karten (geschweige den Briefmarken oder Postkästen) gab...

Außerdem senden wir beide noch die besten Grüße an Mama, Udo & Kitty, Oma und Opa Olsberg, Oma und Opa Thülen, Lene und Heinz, Gudrun, Roland, Jürgen, Nicola, Max, Liza und Luis, Winni und Beatrix!

Immer wieder interessante Früchte..

.. oft wird daraus leckerer Fruchtsaft oder Fruchteis hergestellt und schnell verputzt! Mhmmm!

Der Traumstrand

Maracuja zum Frühstück

Julia fährt mit dem Paddelboot in die Mangroven.

Eine Echse sonnt sich.

Dorfstraße von Guarapuá

Julia sprint ins "kühle" Nass

Schnorcheln in den Salzwasserpools (immer noch keine Haie in Sicht).

Wasserfall

Anika springt wagemutig zu den Haien.

Verlassener Strand

lokale Architektur - "etwas" verfallen

Blick über Mangroven und Dschungel

Was für ein toller Ausblick!

Kirche

Dschungel

Leckeres Abendessen

Salzwasserpools mit Riffen und vielen bunten Fischen.

Die Green Duck in der Abendsonne

Schöne Malerei in Maraú

Traumstrand der Atlantikküste

Cocktails direkt am Strand